Update 15.01.2021

Nachdem nunmehr die beiden ersten Impfstoffe der Firmen BioNTech und Moderna zugelassen sind und am 27.12.2020 in Deutschland mit den Impfungen begonnen werden konnte, hat uns Herr Dr. Ising eine Empfehlung des Vereins Kompetenznetzwerk Darmerkrankungen weitergeleitet. Diese deckt sich mit der Empfehlung von Herrn Dr. Ising (s.Update vom 07.12.2020), wonach die beiden aktuell verfügbaren Impfstoffe auch unter immunsuppressiver Therapie erlaubt sind.

Die in Kürze wahrscheinlich auch verfügbaren sogenannten Vektorimpfstoffe können allerdings problematisch sein bzw. kann die Sachlage hierzu noch nicht abschließend beurteilt werden. Deshalb klare Empfehlung: Impfen lassen mit einem der beiden derzeit zugelassenen Impfstoffen, sobald man an der Reihe ist!
Die komplette Stellungnahme des Kompetenznetzwerk Darmerkrankungen ist nachfolgend eingefügt:

Stellungnahme des Kompetenznetz Darmerkrankungen zur Impfung von CED-Patient*innen gegen SARS-CoV-2 unter immunsuppressiver Therapie

Update 07.12.2020

Trotz des aktuellen Teil-Lockdown bleiben die Zahlen der Corona-Neu-Infektionen insbesondere auch bei uns in NRW erschreckend hoch. Große Hoffnung wird auf die Impfung gesetzt. Wenn sich möglichst viele Menschen und insbesondere die Angehörigen der zahlreichen Risikogruppen impfen lassen, könnte eine Herden-Immunität erreicht und die Pandemie beherrschbar werden.

Nun stehen drei Impfstoffe zur Zulassung an. Bei vielen CED-Patienten besteht eine Verunsicherung, ob es im Hinblick auf die vorliegende Darmerkrankung sinnvoll ist, sich impfen zu lassen. Die SHG-Oberberg hat den Ltd. Oberarzt am Klinikum Oberberg, KKH Waldbröl, Herrn Dr. med. Carsten Ising, der unserer Selbsthilfegruppe schon mehrfach mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat, um Stellungnahme zu dieser Frage gebeten.

Da dieses Thema auch über unsere Gruppe hinaus von großem Interesse ist, geben wir nachfolgend die Antwort von Dr. Ising bekannt:

„Prinzipiell ist es für alle CED Patienten mit immunsuppressiver Therapie sinnvoll, dass sie eine Coronaimpfung machen lassen, weil sie nach meiner Meinung zur Risikogruppe gehören. Da es sich bei den bisherigen Impfstoffen nicht um Lebendimpfstoffe handelt (und auch die zukünftigen Impfstoffes es wahrscheinlich auch nicht sein werden), können und sollten diese Patienten sich impfen lassen.
Bei CED Patienten mit nur leichter Erkrankung und nicht-immunsuppressiver Therapie würde ich diese Patienten nicht zum Risikokollektiv zählen. Bei diesen Patienten gibt es zumindest keine vordringliche Indikation zur Impfung.
Dann spielt nicht die CED die entscheidene Rolle, ob man sich impfen lässt oder nicht, sondern die anderen individuellen Risikofaktoren.
Natürlich muss die Impfindikation im Zweifel mit dem Hausarzt oder Gastroenterologien überprüft werden.“

Update 06.11.2020
Um einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten und nicht unbedingt erforderliche persönliche Begegnungen zu vermeiden, werden alle noch für 2020 geplanten Treffen, sowohl in Waldbröl als auch in Wipperfürth, abgesagt. Bei bestehendem Kontaktbedarf schicke uns gerne eine Nachricht über das Kontaktformular. Wir melden uns zurück!

Update 14.10.2020
Die Selbsthilfegruppe hat jetzt auch eine neue Möglichkeit, sich in Wipperfürth zu treffen.
Am 19.10.,16.11. und 21.12.2020 finden die in diesem Jahr noch möglichen Treffen jeweils von 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt.
Adresse: „Noh Bieneen“, Hochstr. 42 in 51688 Wipperfürth. Herzliche Einladung!
Weitere Informationen auf Aktuelles & Termine

Update 01.10.2020
Derzeit sind Treffen im Krankenhaus leider nicht möglich, weder in Waldbröl noch in Wipperfürth. Die nächsten Gruppenabende für Waldbröl stehen fest. Sie finden am 26.10.2020 und 23.11.2020 jeweils um 19.00 Uhr im Haus der Ursula-Barth-Stiftung in Waldbröl, Kaiserstr. 65 statt.
Weitere Informationen auf Aktuelles & Termine

Wir sind eine aktive und starke Gemeinschaft …

… zur Selbsthilfe von Betroffenen. Bei uns kann jeder von Erfahrungen und Problemen erzählen, denn so lernen wir voneinander. Als starke Gruppe arbeiten wir daran, die Öffentlichkeit über unsere Krankheit zu informieren und die Interessen aller Betroffenen engagiert zu vertreten. Keinesfalls verstehen wir uns als Konkurrenz zur herkömmlichen ärztlichen Versorgung, sondern sehen uns als wichtigen Teil ganzheitlicher Betreuung. In Veranstaltungen und Vorträgen informieren uns Ärzte und Spezialisten aus allen Fachrichtungen über aktuelle Standards und neue Entwicklungen.

1x im Monat treffen wir uns als Betroffene und Angehörige aller Alters- und Berufsgruppen, um im lebendigen und aktuellen Austausch unsere Krankheit zu bewältigen. Wir diskutieren Erkenntnisse und Erfahrungen, hören zu, trösten, beraten und beweisen, dass auch ein Leben mit Krankheit reich, gut und lebenswert ist. Als Teilnehmer an Gruppentreffen und anderen Aktivitäten prägt jeder Teilnehmer, seine‘ Gruppe mit. Betroffene können so von anderen direkt profitieren , selbst zu engen und unentbehrlichen Beratern werden, oder sogar zu guten Freunden mit privaten Kontakten über die Gruppentreffen hinaus.

Mehr als 300.000 Menschen …

… jeden Alters und Geschlechtes leiden bundesweit an einer der zwei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen „Morbus Crohn“ oder „Colitis ulcerosa“ die meistens im Jugend- und jungen Erwachsenenalter beginnen, schubweise und sehr individuell verlaufen und oft schwer zu diagnostizieren sind. Deshalb geht man auch von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Betroffenen leiden lange oder auch schubweise unter quälenden Beschwerden wie Schmerzen, Durchfall, Blutverlust, Mangelerscheinungen, Beeinträchtigungen der Haut, Augen und Gelenke, aber auch an den damit verbundenen diagnostischen Unsicherheiten.

Speziell in der Anfangsphase haben viele Betroffene Hemmungen mit Ärzten oder Angehörigen über die Krankheit zu sprechen: Hier können Selbsthilfegruppen Brücken schlagen, Vertrauen und Solidarität aufbauen und echte Lebenshilfe leisten.

Kommen Sie zu uns, machen Sie mit!

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